Der Koch Wilfried Fey freut sich auf den Oldenburg Grünkohl mit Pinkelwurst und Salzkartoffeln., © OTM/ Verena Brandt

Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten

Grünkohl verbindet über alle Grenzen hinweg und ist somit auch das zentrale Instrument politischer Lobby-Arbeit Oldenburgs. Denn in jedem Jahr seit 1956 laden die Oldenburger in der Bundeshauptstadt zum „Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten“. Als Bundespräsident Theodor Heuss 1956 nicht nach Oldenburg zum Grünkohlessen kommen konnte, fuhren die Stadtväter in die Bundeshauptstadt Bonn und richteten dort das Essen aus. Seitdem wird die Tradition des „Defftig Ollnborger Gröönkohl Äten" gepflegt. 1998 zog man nach Berlin um und servierte dort das Essen im Opernpalais unter den Linden. Seit 2002 findet die Veranstaltung in den Räumen der Niedersächsischen Landesvertretung statt.

Das Grünkohlessen

Zu jedem Kohlessen werden hochrangige Persönlichkeiten aus Politik,Wirtschaft und Kultur geladen. Für die stets rund 200 Gäste werden Kohl, Pinkelwurst, Speck und Kassler von Oldenburg nach Berlin gebracht. Seit 25 Jahren bereitet das Küchenteam vom Bümmersteder Krug circa 200 Kilogramm Kohl, 500 Pinkelwürste, 400 Kochmettwürste, 20 Kilo gestreiften Speck und 70 Kilo Kassler zu. Als Nachspeise kommt  Rote Grütze auf den Tisch.

Der Grünkohlkönig von Oldenburg

Alljährlich wird beim „Defftig Ollnborger Gröönkohl Äten" eine Kohlmajestät gewählt, also eine "Grünkohlkönigin" oder ein "Grünkohlkönig". Die Majestät darf das Oldenburger Kohlvolk für ein Jahr regieren und muss während dieser Zeit der Stadt mindestens einen Besuch abstatten. 2019 ist es Robert Habeck, Bundesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

Die Ahnengalerie des Defftig Ollnborger Gröönkohl-Ätens

Die Kohlköniginnen und Kohlkönige von Oldenburg seit 1956

Die Ordenkette des Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten, © OTM/ Verena Brandt

Oldenburger Grünkohlkönige & Königinnen

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