Kohltourhauptstadt Oldenburg

Seit 2010 darf Oldenburg sich Kohltourhauptstadt nennen und bietet saisonal ein kohlossales Grünkohlprogramm. Kohltourhauptstadt Oldenburg verbindet Brauchtum mit dem heutigen Lifestyle. Das Studium an der  Grünkohl-Akademie Oldenburg ist deutschlandweit einzigartig und zwinkert dem Studenten echtes Wissen zum Thema Grünkohl. Eine Kohltour für Anfänger ermöglicht Gruppen jeglicher Art ein dynamisches Gemeinschaftserlebnis und ein Plattdüütsch-Kurs mit der höchstcharmanten Original-Oldenburgerin Helga Diers verzaubert die Gäste der Kohltourhauptstadt. Oldenburger Grünkohlspezialisten zeigen sich „kohlinarisch“ mit Grünkohlpesto, Grünkohl Tee, Grünkohl-Chutney und sogar Grünkohl-Pralinen.

Die Kohltourhauptstadt ist dicht dran an der Grünkohlforschung und unterstützt Vorhaben in Oldenburg. Ein einzigartiges Zucht- und Forschungsprojekt des Botanischen Gartens der Universität Oldenburg forscht an der wahren, echten, einzigartigen „Oldenburger Palme“!  Wer heute nämlich von der Oldenburger Palme spricht, der meint in aller Regel „Winnetou“ – die bisher am weitesten verbreitete Grünkohlsorte. 

Videos - Kohltourhauptstadt

Kohlfahrt in Oldenburg

Oldenburg Kohltourhauptstadt im Gruenkohlhype

Kohltour Spiel Streichholzblasen

Kohltour Spiel Twister


Ist der Grünkohl wirklich vom Mittelmeer in die norddeutschen Gefilde gelangt? Oder kommt er aus Kohlumbien, gar aus Kohlorado? Geschichtlich gesehen ist die Herkunft des Grünkohls äußerst bedeutend und vor allem eins – nämlich sehr alt und reicht bis in die Zeit des alten Griechenlands zurück. Der Mythologie nach, ist es den Göttern des Olymps zu verdanken, dass wir alljährlich in der kalten Jahreszeit in den Genuss des grünen Gemüses kommen. Einer griechischen Sage nach heißt es, Prinz Lykurgos habe sich in dunkler Urzeit mit Dionysos angelegt. Der Gott war so erbost, dass er den armen Lykurgos blenden und zerreißen ließ. Aus den Tränen des Lykurgos sprossen die ersten Kohlpflanzen. In der Antike war der Kohl daher ein weit verbreitetes Mahl. Die Griechen aßen ihn in rauen Mengen, weil er preiswert und zudem noch sehr nahrhaft war. Der Grünkohl selbst, hatte schon in der frühen griechischen und römischen Medizin seinen Platz. Sogar die Philosophen machten sich ihre Gedanken über ihn. Bei Theophrast, einem Schüler des Aristoteles, wird der Grünkohl erstmals ausdrücklich erwähnt. Und in der systematischen Pflanzenkunde erhält der Kohl bald den klingenden Namen „Brassica oleracea acephala“. Der Römer Cato war vom Kohl so angetan, dass er ein Loblied darauf sang. Der Kohl wurde schon damals systematisch angebaut. Besonders der Grünkohl, zählte in der römischen Küche zu den Delikatessen. Wer im römischen Reich über große Mengen Kohl verfügen konnte, galt als reicher Mann. Die Kohlvielfalt im alten Rom soll so enorm gewesen sein, dass Züchter untereinander wetteiferten, wer die größten, prachtvollsten und farbenfrohesten Kohlsorten besaß. Was nicht überliefert ist, zu welchem Zeitpunkt unsere direkten Vorfahren, die Germanen, den Grünkohl bereits kannten. Darum ist auch nicht genau festzustellen, wann und wo der Grünkohl zum ersten Mal in unseren nördlichen Gebieten aufgetaucht ist. Man ist der Meinung, der Grünkohl sei aus der Mittelmeergegend in die norddeutschen Gefilde gelangt. Wissenschaftler sind dagegen überzeugt, dass der Grünkohl vom Wilden Meerkohl abstammt. Dieser ist eine Wildform unseres kultivierten Kohls, der in den nördlichen Küstenregionen von Dänemark bis hin zum Atlantik zu Hause ist. Auch in manchen mittelalterlichen Klosteraufzeichnungen findet man etwas über den Anbau des Grünkohls, denn in den mittelalterlichen Städten gab es große Kohlmärkte. In den nördlichen Gebieten entfaltete sich der heutige Grünkohl geradezu und wurde besonders in der sonst eher nahrungsarmen Winterzeit zu einem wichtigen Gemüse. Im Anbau war der Kohl sehr pflegearm und gut geeignet für den Zweitanbau. Von Nordeuropa aus nahmen Auswanderer den Kohlanbau mit in den Südwesten der Vereinigten Staaten. In Oldeburg und Umzu war und ist der Grünkohl ist das Gemüse schlechthin. In älteren Oldenburger Urkunden, selbst in der Stadtrechtsurkunde von 1345, vor allem aber in Kaufkontrakten, gibt es immer wieder Hinweise auf den Kohlhof und Kohlgarten. Mit diesem ist stets der Gemüsegarten gemeint, weil der Kohl das wichtigste Gemüse war. So wichtig der Kohlgarten für die Bürger Oldenburgs war, so wichtig war der Kohl als tägliche Nahrung für den Normalverbraucher. Dreimal Kohl in der Woche war Oldenburger Gewohnheit. Nach einer Ordnung im Jahre 1741 bekamen auch die Armen im Armenhaus dreimal in der Woche Kohl – sonntags, dienstags und donnerstags. Kohl war aber nicht nur ein Essen für Arme und Normalbürger. Wenn im Winter der Frost länger anhielt, verabredeten sich die Honoratioren der Stadt zu einer Schlittenfahrt aufs Land, um anschließend bei einem wohlhabenden Landmann einzukehren.

Eine Kohltour mit deftigem Grünkohlessen gehört zu Oldenburg wie der Karneval zu Köln. Die lange Tradition des Kohlessens und der Kohltouren finden sich bestätigt in alten Oldenburger Urkunden. Selbst in der Stadtrechtsurkunde von 1345 gibt es immer wieder Hinweise auf den Kohlhof und Kohlgarten. Oldenburg Kohl war nicht nur ein Essen für Arme und Normalbürger. Wenn im Winter der Frost länger anhielt, verabredeten sich die Honoratioren der Stadt zu einer Schlittenfahrt aufs Land, um anschließend bei einem wohlhabenden Landmann einzukehren. Der Oldenburger Turnerbund, gegründet 1859, gilt als Erfinder der Kohlfahrt in ihrer heutigen Form. Seit 1956 wird die Bundeshauptstadt zur Oldenburger „Kohlonie“. Seitdem wird alljährlich beim „Defftig Ollnborger Gröönkohl Äten" eine Persönlichkeit aus der Politik zur Kohlmajestät gewählt, also eine "Grünkohlkönigin" oder ein "Grünkohlkönig". Selbst Altkanzler Helmut Kohl brachte es zum Kohlkönig von Oldenburg. Und mit diesem Nachnamen ist er selbstredend sogar so was wie der Oberkohlkopf einer ganzen politischen Gang: Kollegen wie Helmut Schmidt, Gerhard Schröder und auch die derzeitige Bundeskanzlerin Angela Merkel amtierten bereits unter der Flagge der "Oldenburger Palme".


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Tipp

Deinen persönlichen "Oldenburger Grünkohl" kannst Du dir  nun nach Hause holen und im eigenen Garten oder auf dem Balkon wachsen lassen. Senden Sie uns eine E-Mail mit dem Stichwort "Grünkohlgruß" an info(at)kohltourhauptstadt.de.  Grünkohlgruß kommt per Post zu dir. Schickst Du uns ein Foto von deinem Grünkohl, wartet eine Überraschung auf dich. Viel Spaß!